Hotel Pousada Natureza | Morro de São Paulo Bahia Brasil                                                                            Morro de São Paulo
Morro de São Paulo - Umwelt
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Umwelt

Das Naturschutzgebiet (APA, Área de Proteção Ambiental ) der Inseln Tinharé und Boipeba.

Seit 1992 gibt es das “Naturschutzgebiets Tinharé-Boipeba” (Bundesstaatliche Verordnung Nr. 1240). Das Gebiet an der Südküste des brasilianischen Bundestaats Bahia umfasst den größten Teil des Tinharé Archipels und umgebende Gewässer, insgesamt 43.300 ha zwischen der “Ponta do Corral” im Osten von Valença und der Mündung des Rio dos Patos.

An der gezackten Küstenlinie entsteht aus bewaldeten Hügellandschaften, unzähligen kleine Inseln, langen Sandstränden, Korallenriffen und riesigen Mangrovensümpfen ein Mosaik von ineinander übergehenden Ökosystemen mit hoher Biodiversität. Die Einrichtung des Naturschutzgebietes erfolgte im Zuge zunehmender touristischer Aktivtäten in der Gegend.

Allgemeine Eigenschaften

Das Gebiet beherrbergt ein Labyrinth von schiffbaren Flussarmen, Gezeitenkanälen, Inseln und Mangrovensümpfen mit grossem Fischreichtum, sowie Restbestände von Atlantischem Regenwald, die in ihrer Gesamtheit ein zerbrechliches Habitat für eine Vielzahl seltener Tiere und Pflanzen bilden.

Orte wie Morro de São Paulo, Boipeba, Gamboa und Garapuá und ihre idyllischen Strände erfreuen sich seit Jahren zunehmender Beliebtheit unter Touristen und sind heute vergleichsweise einfach per Boot zu erreichen. Zu den mit dieser Entwicklung verbundenen Problemen gehören z.B. verstärkte Bauaktiviäten sowie Mängel in der sanitären Infrastruktur.

Biotische Aspekte

Flora
Die Mangrovenwälder entlang der Flüsse und Gezeitenzonen gehören zu den größten und intaktesten des Bundesstaates Bahia. Ein Beispiel für die spezialiserte Flora dieser Ökosysteme ist der Algodão-do-Mangue ("Mangroven-Baumwolle", Hibiskus pernambucensis). Auch die die biotische Gemeinschaft der sogenannten "Restinga", ein Subsystem des Atlantischen Regenwaldes in der Nähe von Stränden mit heißen und sandigen Böden, beheimatet eine hohe Zahl spezialisierter Arten. Weitere Spezialgemeinschaften finden sich Dünengebieten, Seen und Sümpfen sowie Uferwäldern. Die Waldbestände, sofern intakt, gehören zum Typ des "Ombrófila Densa". Pau d'Arco (Tabebuia sp.) ist in seiner Eigenschaft als Bauholz von wirtschaftlicher Bedeutung für die Region.

Fauna
In der Makrofauna sind Vögel besonders stark vertreten, sowohl in Bezug auf die Zahl der Arten als auch auf die Zahl der Individuen. Mehrere vom Aussterben bedrohte Arten finden sich hier, wie z.B. der Curió (Oryzoborus angolensis), ein Singvogel, dem in Brasilien viel nachgestellt wird. Daneben bieten die grossflächigen Mangrovenwälder auch vielen Arten von größeren Reptilien und Säugetieren Schutz, den sie sonst in Küstennähe kaum noch finden würden. Eine große Vielfalt an Fischen und Schalentieren bilden die Basis der einer traditionellen lokalen Ökonomie.

Gemeinden
Die "APA" umschließt die Inseln Tinharé und Boipeba sowie die dort befindlichen Orte Morro de São Paulo, Gamboa, Garapuá, Canavieras, Galeão, Velha Boipeba, Moreré und Cova da Onça. Das Einkommen der Bevölkerung beruht auf Tourismus, Fischerei, Garnelen- und Krabben-Zucht, sowie dem Anbau von Kokosnuss und Rohmaterial zur Herstellung von Piaçava-Fasern und Dendê Speise-Öl.  Einige Familien praktizieren selbstversorgende Landwirtschaft (was nicht gleichbedeutend mit umweltfreundlich ist.).

Umweltkonflikte
Der Mangel an einer sanitären und hygienischen Infrastruktur welche den jährlich steigenden Besucherzahlen gerecht werden kann bildet einen ernstzunehmenden Schwachpunkt der „APA“. Die Dringlichkeit von Investitionen und Reformen liegt auf der Hand. Landfristig wird sich ein Fehlen solcher Einrichtungen negativ auf das okölogische Gleichgewicht und die Zusammensetzung der lokalen Fauna und Flora auswirken, besonders in der Nähe von Flüssen und Flussmündungen.

Zonen
Im Naturschutzgebiet Tinharé/Boipeba wird zwischen vier verschiedenen Arten von Schutzzonen unterschieden. Für jeden Schutzzonentyp gelten verschiedene Prioritäten und Vorschriften. Im Tourismusbreich tätige Unternehmer müssen sich der Existenz dieser Standards bewusst sein.

  • Naturschutz-Zonen:
    Rigorose Schutzzonen ZPR - Wildlife-Schutzzonen, ZPVS - In diesen Zonen ist sind Anwesenheit und Einfluss des Menschen minimiert.
  • Erhaltungs-Zonen:
    Meeresgrenz-Zonen: ZOM, Visuelle Paronamaschutz-Zonen: ZPV, Besondere Visuelle Panoramaschutz-Zonen: ZPV (E), Zonen mit geringer Besiedlung: ZOR, Beschränkte Urbanisierung: ZUR, Aberntungs-Zonen von Pflanzenarten: ZEV Jagd- und Aberntungs-Zonen von Tierarten: ZEA. Spezielle Verwaltungszonen: ZME. Menschliche Präsenz und Aktivität ist hier in einem für jede Zone spezifisch geregeltem Maße erlaubt.

  • Zonen zur Nutzung durch Menschen:
    Tourismus-Zone: ZT - Spezielle Tourismus-Zone: ZT (E) - Zone mit kontrollierter Verstädterung: ZUC - Expansions-Zone (I): ZEP (I)
    Expansions-Zone (II): ZEP (II) - Landwirtschaftliche Zone: ZAG. Diese Zonen dienen der wirtschaftlichen Entwicklung des Gebiets. Diese wird durch für jede Zone spezifische Regulierungen eingeschränkt.
  • Wiederherstellungs-Zonen:
    Umweltwiederherstellungszonen: ZRA - Diese Zonen dienen zur Erholung und Wiederherstellung angegriffener oder zerstörter Gebiete.


 
 

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