Hotel Pousada Natureza                                                                           Morro de São Paulo
Morro de São Paulo - Tinharé Island
Erleben Sie die exotische Welt der Natureza !

:: Morro de São Paulo und der Tinharé-Boipeba Archipel ::

Morro de São Paulo liegt auf der Insel Tinharé, die mit 400 km² die Größte von insgesamt 36 meist kleinen und unbewohnten Inseln ist, welche zusammen den Tinharé-Boipeba Archipel bilden, seinerseits ein Teilstück der sogenannten Dendê Küste (Costa do Dendê) des brasilianischen Bundesstaates Bahia. Zwei weitere große Inseln gibt es im Archipel: Boipeba und Cairu, von denen letztere über eine Brücke mit dem Festland verbunden ist.

Offiziell besitzt der Archipel sechs "Dörfer" (Morro de São Paulo, Canavieiras, Torrinhas, Tapuias und Garapuá), drei "Kreisstädte" (Galeão, Gamboa und Velha Boipeba) und eine "Hauptstadt": Cairu. Hierbei sagt der offizielle Status dieser Orte allerdings nur wenig über ihre Grösse oder Bedeutung aus.

Die Insel Tinharé wurde von Europäern erstmals im Jahre 1531 besucht, als Martim Afonso Souza sie mit ihrem indianischen Namen "Tynharéa" in sein Logbuch eintragen liess. Anfang des 17. Jahrhunderts hatte die Insel bereits zwei Kapellen, jeweils an ihrer nordöstlichen und nordwestlichen Spitze: Nossa Senhora da Luz in Morro de São Paulo und St. Francisco Xavier in Galeão. Ab 1630 begann in Morro de São Paulo der Bau einer Festung, als Teil einer Verteidigungslinie, die Salvador vor den Angriffen der Holländer schützen sollte. Bis heute beherrbergt der Tinharé-Boipeba Archipel die größten Mangrovenwälder Bahias und Restbestände von Atlantischem Regenwald.

Morro de São Paulo und seine Umgebung bilden den touristischen Brennpunkt des Archipels. Geheimtipp während der 80er und international bekannt seit den 90er Jahren, verfügt Morro de São Paulo heute über zwei Landepisten für kleinere Flugzeuge (Air-Taxis), ein perfekten natürlichen Hafen, Hotels von hoher Qualität und eine große Zahl von guten Restaurants, Bars, Geschäften und Internet-Cafés.

Die malerische Szenerie von Morro de São Paulo beeindruckt den Besucher gleich bei der Ankunft. Das tiefe Blau des Meeres, kontrastierend mit den immergrünen bewaldeten Hügeln, die direkt ans Meer reichenden Mauern der historischen Festung (678 Meter) und der alte Leuchtturm der Insel (19. Jahrhundert) bilden zusammen eins der berühmtesten und meistfotografierten brasilianischen Landschafts-Motive.

In Morro de São Paulo macht der Besucher Bekanntschaft mit einer in unserer Zeit selten gewordenen Realität: Es gibt auf der gesamten Insel kaum Kraftfahrzeuge. Ihre Zahl wird durch Gesetze beschränkt, und die wenigen die es gibt, dürfen nur auf Nebenstraßen fahren. Staus und Abgase kann mal also getrost abhaken, da es sie hier nicht gibt. Ganze Tage können vergehen bis man einmal ein Auto zu Gesicht bekommt. Dieser seltene Umstand ist eines der Geheimnisse der besonderen Atmosphäre von Morro de São Paulo.

Dementprechend ist die Fortbewegung zu Fuß hier die erste Wahl, und nicht selten auch die einzige. Der Ort eignet sich dafür bestens. Über große Entfernungen braucht man sich nicht zu sorgen, da alles in ein paar Minuten zu Fuß ereichbar ist. Dazu kommt, daß fast alle Straßen und Gassen in Morro de São Paulo aus Sand sind. Im Prinzip ist man Morro de São Paulo also immer am Strand. Und mitten in diesem tropischen
"Fußgängerparadies" finden sich Qualitätshotels, Top-Restaurants und ein landesweit gerühmtes Nachtleben.

Anders als viele andere Tourismusziele in Brasilien hat Morro de São Paulo es fertig gebracht, seine einzigartige Persönlichkeit und eine rundum zufriendenstellende Infrastruktur nahtlos miteinander zu vereinbaren. Lese Sie mehr über: Umwelt Das DorfDie Strände AusflügeSport Restaurants, Bars und Nachtleben.

Geschichtskundige werden sich an Morro de São Paulo erfreuen, denn die koloniale Vergangenhett steht der Gegend bis heute ins Gesicht geschrieben. Alle historischen Strukturen sind katalogisiert, aber die meisten erwarten bis heute ihre Restauration, was es möglich macht, sie in ihrem natürlichen Zustand zu besichtigen. Die frühesten Anfänge des Dorfes gehen bis in die 30er Jahre des 16. Jahrhunderts zurück, als Morro de São Paulo als künftige Hauptstadt der Provinz Ilhéus gegründet wurde. Zwar wurde dieses Projekt nach circa. einem Jahr zu Gunsten der heutigen Stadt Ilhéus wieder fallen gelassen, doch macht dieser Umstand Morro de São Paulo zu einer der ältesten portugiesischen Siedlungen in Bahia und in Brasilien überhaupt.

1624 beherrbergten die Wasser der Bucht von Tinharé die holländische Kriegsflotte unter Johan van Dorth. Dorth bereitete hier die Eroberung von Salvador – damals die Hauptstadt Brasiliens –  vor, was die strategische Bedeutung von Morro de São Paulo endgültig unter Beweis stellte. Ein Jahr später hielt Bondewijh Hendricszoon hielt mit seiner Flotte kurz hier an, schwenkte aber nach Norden ab als er erfuhr daß Salvador von den Portugiesen zurückerobert worden war. Um weiteren unerwünschten Besuch dieser Art zu unterbinden, begannen die Portugiesen um 1630 mit den Bau einer großen Befestigungslanlage, die in ihrer Blütezeit über Mauern von einer Gesamtlänge von fast tausend Metern, 51 Kanonen und eine Besatzung von 183 Soldaten verfügte.

Die Festung von Morro de São Paulo ist eins der umfassendesten kolonialen Verteidigungssysteme von Bahia und von grossem architektonischem Interesse. Einige Teile des Komplexes, wie die Unterkunft der Offiziere, die erste Version Nossa Senhora da Luz Kapelle (frühes 17. Jahrh.) in der Nähe des Leuchtturms und einige kleine Bastionen am Hang sind in keinem guten Zustand. Im Gegensatz dazu geben der Hauptteil der Festung an der Spitze der Insel und seine Mauern entlang der Fahrrinne in die Bucht sowie das Forte do Zimberior ein eindrucksvolles Zeugniss portugiesischer Kolonialbautechnik, die Stürmen und Gezeiten über Jahrhunderte hinweg zu trotzen vermochte.

Die gegenwärtige Struktur des Dorfes entwickelte sich um die Festung herum. Die "Fonte Grande", ein großer Brunnen im typischen Kolonialstil mit Kuppeldach, wurde 1746 im Dorf erbaut, um die Wasserversorgung von Soldaten und Dorfbewohnern zu sichern. Heute genießt der Brunnen den aktiven Schutz des IPHAN Instituts (Nationales Institut für Historisches und Künstlerisches Erbe).

1859, als Don Pedro II – Kaiser des unabhängigen Brasiliens – Morro de São Paulo besuchte, lebten etwa 300 Familien dort. Der Leuchtturm wurde zwischen 1850 und 1855 erbaut und markiert bis heute den Eingang zur Bucht von Tinharé. Seit Jahren kämpft Morro de São Paulo um die Erhaltung und Wiederherstellung seines historischen Erbes.

 
 

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